FK Admira Praha – FC Viktoria Plzen B     2:3

15.08.2021

Stadion v Kobylisich

CFL A

Zuschauer: ca. 200

 

 

Gegen frühen Abend erreichte man Prag, den kurzzeitig ins Auge gefassten Plan hier noch beim 19-Uhr-Kick zwischen Bohemians und Sparta anzutischen, verwarf man recht schnell wieder.

Ich habe das Dolicek schon vor ein paar Jahren weggescheppert und zudem war die Ticketsituation unklar, irgendwas mit „Verkauf nur an Mitglieder“ kursierte während meiner sporadischen Infobeschaffung durchs Netz. Letztlich sind wir aber immer noch in Tschechien und am Ende kam dann doch wieder jeder rein, der rein wollte.

Naja, ganz pünktlich geschafft hätten wir es eh nicht, also abgehakt und direkt im Hotel Frydl eingecheckt. Hier pennte ich vor Jahren schon mal und fühlte mich recht wohl. Gemütliche Zimmer und ein lauschiger Außen-Gastrobereich lassen ein leichtes Urlaubsgefühl aufkommen und so wanderten Speis und Trank in Form von Pivo in die hungrigen Mägen, ehe irgendwann auch dieser Tag für beendet erklärt wurde.

Am nächsten Morgen wuselte man dann bereits zur besten Fußballzeit um 10 Uhr im nördlichen Prager Stadtteil Kobylisy umher, welcher durch etwas Platte und solide Einfamilienhäuser geprägt ist.  Drittligist Admira Praha lädt zum morgendlichen 10:15-Kick gegen die Zweitvertretung von Viktoria Plzen und für 50 Kronen (knapp 2 Euro) erhält man Zugang. Für ein paar weitere Kronen kaufen wir der Dame am Eingang dann auch noch das liebevoll gestaltete Programmheft ab.

Danach erstmal Lage checken, welche sofort gefällt. Vom Eingang aus erreicht man sowohl linker wie auch rechter Hand eine Art kleinen Biergarten, wo einige ältere Herrschaften sich bereits um diese Uhrzeit die ersten Pivo reinzechen. Das ist ja großartig! Selbstverständlich liegt auch schon die Klobasa auf dem Grill und das emsländische Duo umgarnt sogleich den Zapfhahn respektive den Klobasagrill, um anschließend sowohl dem Bier als auch der Wurst ein gutes Geschmackszeugnis auszustellen. Stark, gefällt mir sehr gut hier.

Dass bereits nach einer Kanne Schluss ist, ist dann ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass ich noch ein KfZ zu führen habe, sonst hätte man hier ordentlich dem Suff frönen können. Auch Gerrit gibt sich unklarerweise nicht hemmungslos dem Vollsuff hin, dabei müsste er ja erst in etwa 14 Stunden erst wieder fahrtauglich sein, hehe.

Der sehr positive erste Eindruck des Gastro-Ambientes wird durch eine sehr feine Anlage unterstrichen. Auf der einen Seite eine 700er-Sitzplatztribüne überdacht und gegenüber eine absolut gammlige und schiefe Stehplatztribüne inklusive Wellenbrecher. Fast holte ich mir bei einem unbedachten Schritt einen Bänderriss, aber nix passiert.

Hinterm Tor steht dann lediglich eine etwa drei Meter hohe Mauer, oberhalb derer sich ein Kunstrasen-Trainingsplatz anschließt. Sogar eine Hand voll Aktiver sammelt sich auf der Bänderriss-Tribüne und haut gelegentlich mal auf die mitgebrachte Pauke oder grölt irgendwas. Am Ende gibt’s ein flottes und relativ torreiches Spielchen und wir verlassen nach Abpfiff gut zufrieden den Spielort gen Bundesrepublik….