MSV Duisburg – SV Meppen 0:1

02.10.2021

Wedaustadion

3. Liga

Zuschauer: 8.127 (ca. 900 Gäste)

 

 

 

Der 11. Spieltag der Dritten Liga führt den SVM an diesem Samstag in den Pott, genau genommen zum MSV Duisburg, welcher nach zehn gespielten Spielen ebenso wie der SVM mit ausbaufähigen 12 Punkten auf der Habenseite dasteht. Allein die Ausgangslage verspricht daher Spannung, denn der Verlierer dieser Partie rutscht vermutlich erst einmal unter den Strich in der Tabelle und lässt den Baum weit vor Weihnachten brennen.

Verlieren also heute verboten und damit alles nach Plan läuft, setzt sich eine kleine Karawane aus dem Emsland in Bewegung. Während einer kleiner Teil (ca. 100) den Weg mit der Bahn antritt, wählt der überwiegende Teil den Pkw, Bulli oder den Bus. So finde ich z. B. neben Chrissi und Janek Platz im schneidig-sportlichen T-Roc vom Janek, selbst Franky verspürt im allerletzten Moment Bock auf einen Auswärtssieg und komplettiert das Quartett.

Etwas sinnfrei anmutend blieb heute im Wedaustadion der eigentliche Stehplatz-Gästebereich gesperrt, der Mob konnte aber vorab Sitzplätze zu Stehplatzpreien (15,-) kaufen, um dann wenig überraschend stehend das Spiel zu verfolgen. Völlig entgangen ist  mir an dieser Stelle, dass Kohorte und Co. gar nicht mehr zentral hinterm Tor stehen, sondern aus unserer Sicht schräg gegenüber rechts auf Höhe der Eckfahne im Oberrang. Zu Beginn gab hier es einen kleinen optischen Akzent mit Folienbahnen und irgendwas mit ner Blockfahne. Ich hätte eine Wette darauf abgeschlossen, dass noch ein paar Leuchtfackeln gerissen werden, hätte aber diese Wette ebenso verloren. Support war dann wohl in Ordnung. Wie man so schön im typischen Fanjargon sagt: „Gute Mitmachquote, viel Armeinsatz und einige Male zu hören gewesen“. Aber auch nur, wenn’s bei uns mal ruhig wurde, denn  auch mit unserem Auftritt kann man heute zufrieden sein. Auch wenn unter den zahlreich angereisten Emslandkriegern auch zahlreiches Klientel der Gattung „Ich fahre auswärts nach Osna, Lotte, Duisburg und Dortmund, alles andere ist mir viel zu weit“ war, so machte der Block optisch einen guten Eindruck und erreichte einige Male stabile Lautstärken, während in diesen Zeiten erneut auf optische Stilmittel verzichtet wurde. Wenn man sich dann noch dazu aufraffen könnte, zumindest gelegentlich seine Arme zum Einklatschen zu heben, wenn man schon zentral im Stimmungskern steht, wäre die Welt ja fast schon in Ordnung….

 
Obwohl, eigentlich sorgte David Blacha mit seinem Kunstschuss dafür, dass die Welt heute schon schwer in Ordnung war. Duisburg fand kein adäquates Rezept, um noch den Ausgleich zu schießen, sodass am Ende etwas glücklich, aber nicht ganz unverdient die dringend benötigten drei Punkte mit ins schöne Emsland genommen wurden. Große Freunde auf Gästeseite, harte Worte und reichlich Frust auf Heimseite, bei der Anspruch und Wirklichkeit wie so oft deutlich auseinander liegen. Dabei fängt professionelles Arbeiten nicht erst im sportlichen Bereich an, sondern vielleicht auch schon etwas eher.

Beim Catering zum Beispiel. Dieses war heute allerhöchstens Kreisklasse, denn so musste der Mob locker 30 Minuten für eine kühlendes Getränk in der Schlange stehen, beim Essen dauerte es noch etwas länger.

Ein wildgewordener Ostmob hätte hier vermutlich binnen kurzer Zeit (zu Recht) alles kurz- und kleingeschlagen, gebrandschatzt und geplündert, gut für alle Beteiligten, dass der Emsländer da eher etwas weniger Temperament zeigt.

Gerüchten zu Folge hat man mit etwa 50 Gästefans gerechnet. Na, das setzt der ohnehin schon grenzenlosen Blödheit dann wirklich die Krone auf und ist auch auf Jahrzehnte wohl nicht zu schlagen. Aber wie sagte Bernd Stromberg schon? „Wenn du schon auf der Titanic bist, musst du ja nicht noch Hein Blöd ans Steuer lassen!“

 

Meppen regiert, ihr Penner!

Danke an Blaubacke für die Bilder!