1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 1:2
06.02.2010
Frankenstadion
1. Bundesliga
Zuschauer: 40.384 (ca. 2.500 Gäste)


Am Stadion dann angekommen direkt mal ein Kassenhäuschen angesteuert und dort für 20 Euro ne Karte erworben, die zum Einnehmen eines Sitzplatzes in der Nähe des Gästeblockes befugte. Dieser dann auch inklusive Oberrang gut gefüllt, dürften so sicherlich um die 2.500 Schwaben gewesen sein, deren Team ja seit dem Trainerwechsel Gross für Babbel langsam wieder Fahrt aufnimmt und dem Tabellenkeller enteilt. Geil aber auf jeden Fall die Nordkurve rund um Ultras Nürnberg, die schon einige Zeit vor Spielbeginn gut gefüllt war und als es dann losging eine recht schöne Choreo gegen diese unsäglichen Anstoßzeiten, die immer mehr in Mode kommen, zeigte. Kam gut an und wurde auch von den "Normalos" um mich herum beklatscht. Anschließend dann vor allem von optischer Seite ein geiler Auftritt seitens der Nordkurve, die mit zahlreichen Schwenkern im Dauereinsatz, viel Armbewegungen usw. das Bild einer absolut lebendigen und kreativen Kurve abgab. Glaube das war in der der Hinsicht mit das Beste, was ich bislang in Deutschlands höchster Spielklasse gesehen habe. Akustisch kam zwar aufgrund der großen Entfernung nur ab und an was rüber und dafür war der Gästeanhang auch recht sangesfreudig (besonders nachdem der Siegtreffer durch Roberto Hilbert geschossen worden war), aber in allen anderen Belangen wars doch top.

Nach dem Spiel dann ordentlich durchgefroren mit der S-Bahn wieder zurück zum Hauptbahnhof, wo es noch einen kleinen Döner und etwas Freakshow gab. Muss wohl irgendwo in Nürnberg am Abend ein Gothikkonzert oder so stattgefunden haben, entsprechend viele kuriose Gestalten liefen nun also im Bahnhof umher. Dabei alles total unübersichtlich, was aufgrund irgendwelcher Baustellen im S-Bahnnetz noch erschwert wurde, sodass ich mein eigentliches Vorhaben, nämlich mit der S-Bahn in meine reservierte Pension zu fahren, irgendwann entnervt aufgab und irgendwann dekadent per Taxi zu meiner Übernachtungsmöglichkeit fuhr (die Frau hatte vorher schon angerufen, wo ich denn bleibe; angekündigt um 21 Uhr, war es nun fast 22 Uhr). Hier wurde außer einem Bett nicht viel geboten, sodass nach einem Feierabendbier alsbald das Segel gestrichen und am nächsten Tag der Rückweg angetreten wurde. Geplant war eigentlich Babelsberg-Chemnitz, was aber dem Wetter zum Opfer fiel und da auch sonst alles halbwegs Sinnvolle abgesagt wurde, gings direkt wieder ins schöne Meppen.

Scheiß Winter!