SV Wehen Wiesbaden – SV Meppen 3:4

23.10.2021

Arena Wiesbaden

3. Liga

Zuschauer: 1.962 (ca. 220)

  

Auswärts beim Scheiß-Verein Wehen Wiesbaden.

Das ist jetzt nichts, was unbedingt für Begeisterungsstürme sorgt, aber hilft ja alles nichts, zumal man sich quasi unbesiegbar fühlte, da man ein paar Tage zuvor die Maden aus Osnabrück an der Bremer Brücke aus dem Landespokalwettbewerb warf.

Da szeneintern weiterhin keine Busse organisiert werden, ging es erneut im Pkw in die hessische Landeshauptstadt. An Bord Franky, Chrissi und ich, wobei erstgenannter sein KFZ bayerischer Bauart stellte. Vor Ort war ich doch recht erstaunt, dass der Gästeblock mit etwa 220 Lads und Lasses doch ganz gut gefüllt war. In Wiesbaden herrscht 3G und man lastet das Stadion lediglich zu 30% aus, was natürlich noch nicht einmal zu corona-ausverkauft führt. Dieser Verein hat halt so viel Standing in der eigenen Stadt wie Greta Thunberg auf dem Parteitag der AFD.

Trotzdem (oder gerade weil man so ein Arschloch-Verein ist) waren die Einlasskontrollen überaus penibel, ja ich möchte sagen hart, sodass sogar ein paar meiner Sticker den Weg in die Mülltonne fanden. RIP, arme Sticker!

Die Genugtuung in Form des überaus genialen Auswärtssieges war dann jedoch die passende Antwort und Genugtuung pur.

4 Auswärtstore gab es seit dem 2:4 gegen Chemnitz im Jahre 2019 nicht mehr zu bejubeln. 4 Auswärtstore, das bedeutet viermal Torpogo und gefühlte zwei Liter Bier, die sich beim freudig in die Luft Werfen selbigen in meine Jacke hineintränken und mich endgültig auch geruchstechnisch in der voranschreitenden Evolution zum Fussballasi ein ganzes Stück voranbringen. Aber alles nur für dich, mein Sportverein!! 

Als Sahnehäubchen musste Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm die Woche drauf seinen Abschied verkünden, denn Ruhe und besonnenes Arbeiten sind ja bei derlei Clubs wie Wehen Wiesbaden eh zumeist Fremdwörter.Naja, war auf jeden Fall ein gelungener Nachmittag.

Weniger angenehm dann die Rückreise.

Vereinbart war, dass ich den Rückweg am Steuer von Frankys 1er BWM bestritt, wobei sich dieses Projekt doch etwas zeitlich verzögerte, da ein sichtlich alkoholisierter Franky irgendwo in der Botanik herumirrte, während wir auf dem Parkplatz verzweifelt auf ihn warteten. Nach gefühlt einer Stunde tauchte der Bursche endlich und vom Bier reichlich beseelt auf, um dann auf dem Beifahrersitz ordentlich aufzudrehen. Sich selbst und vor allem die Musik, denn diese beschallte in Diskolautstärke die gesamte A3.

Dazu kam noch Dunkelheit, teilweise Regen und n Stau irgendwo bei Leverkusen, was in der Summe mein Nervenkostüm reichlich strapazierte und man endlich irgendwann um kurz nach 22 h die Heimat erreicht hatte.

Auswärtssieg, ihr Ficker!!

Danke an Blaubacke für die Bilder!