FK Cesky Lev Nestemice – TJ Sokol Srbice 2:4
13.06.2026

Hriste Nestemice

Ustecky krajsky prebor

Zuschauer: ca. 100

 

 

Zeitig sind wir am nächsten Morgen wieder auf den Beinen und machen uns nach erfolgreicher Frühstückaufnahme auf den Weg über die tschechische Grenze 

Geizig wie wir sind, sparen wir uns die Mautgebühren und gondeln den recht kurzen Weg zu Ziel über zum Teil recht schmale Asphaltstraßen durch bewaldete Teilstrecken, wo es nicht weiter überrascht hätte, wenn plötzlich ein Wolf oder Bär aus dem Dickicht gegrüßt hätte.

Das grenznahe Städtchen Ustin ad Labem ist das erste Ziel des Tages, der dortig ansässige Fünftligist FK Cesky Lev Nesetmice lädt zum tschechentypischen 10:15-Kick am Samstagmorgen. Für faire 40 Kronen gibt’s eine mit ca. 15 Zentimeter Länge aber nur ca. 3 Zentimeter Höhe in Größe und Form recht ungewöhnliche Eintrittskarte, die aber neben beiden Vereinen auch Datum und Uhrzeit beinhaltet. Ganz stark!

Ganz stark dann auch das, was einen nach Ticketerwerb im Ground erwartet. Linkerhand eine kleine Bierterrasse, am Rande zum Spielfeld eine schöne Vereinsgasstätte (in der warum auch immer u.a. ein Wimpel von Chemie Leipzig und vom Hamburger SV hängen) und irgendein Top-Lad bereitet schonmal den Grill vor.

Gänsehaut dann aber spätestens beim Anblick des uneingeschränkten Highlights dieser Anlage. Eine wuchtige, aus krummem und schiefem Naturstein gefertigte Tribüne, oberhalb derer sich eine absolut geile hölzerne überdachte Sitzplatztribüne befindet. Dafür noch der Name des Vereins auf einem die ganze Länge der Tribüne umfassenden rostigen Blechteil. Das ist hier alles so genial, ich bin kurz davor zu weinen, so schön ist das hier.

Wer bitte kam damals auf die Idee, das hier so zu bauen. Völlig überdimensioniert natürlich, aber ein Traum für jeden Stadiontouristen. Das Ding schießt auf jeden Fall direkt in meine Top5-Tschechiengrounds.

Die ganze Szenerie wird idyllisch von allerhand Grün und Natur eingefasst, auf der Tribüne stehend (sofern man dies ohne Bänderriss hinbekommen hat) hat man teilweise Blick auf die Stadt, da hier alles recht hoch auf einer Art Anhöhe liegt.

Dazu gibt es verschiedene Biersorten am Zapfhahn, wovon keine in Form von 0,5 Litern mehr als umgerechnet 2 Euro kostet und auch die obligatorische Klobasa einwandfrei daherkommt.

Hier passt einfach alles und fast ist es schon ein wenig schade, als der Schlusspfiff dieses muntere Spielchen (4:2) beendet und wir uns wieder auf den Weg gen BRD machen.

FK Cesky Lev,  do toho!